10.03.2012
Am 8. Mai war walkerproject Partner am ETH Symposium „Neue Arbeitswelten für Innovation und Effizienz". Eine hohe Innovationsfähigkeit und die Verbesserung der Effizienz von Prozessen sind zwei Schlüsselherausforderungen für alle Organisationen. Prof. Dr. Roman Boutellier und sein Team der ETH Zürich untersuchen den Einfluss von Architektur, Raum- und Strukturgestaltung auf Innovationsfähigkeit.
mehr lesenAls Objekte dienen der ETH unteranderem die eigene Science City in Zürich und der Novartis Campus in Basel. Erstmals erhielt eine breitere Öffentlichkeit Einblick in die Forschungsresultate. Spannend war z.B. die Erkenntnis, dass es keine Rolle spielt, ob eine Person acht Meter entfernt Ihren Arbeitsplatz hat oder auf der anderen Seite des Globus sitzt. Die Wahrscheinlichkeit mit dieser Person zu kommunizieren, ist in beiden Fällen etwa gleich tief.
Spannende Referenten diskutierten am Symposium den Einfluss von Raum und Struktur auf die Interaktion und Kommunikation zwischen den Mitarbeitenden. Dr. Bernard Aebischer (Head Planning & Construction Novartis Campuses) erklärte, nach welchen Logiken diese „Wissensstadt“ gebaut wurde. Hanns-Peter Cohn, CEO von Vitra, entwarf eine Vision der Zukunft. Martin Bosshardt, CEO Open Systems und der Architekt Ralph Meury inspirierten mit einem innovativen Raumkonzept.
Das Symposium fand in der Science City auf dem Hönggerberg statt. Dieser ETH Campus wurde gemäss neusten Forschungserkenntnissen gestaltet. Vor der Veranstaltung erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, das „Value Lab“ der ETH Zürich zu besuchen.
Aufgrund der vielen positiven Feedbacks der Teilnehmenden prüfen wir zurzeit eine zweite Ausgabe des Symposiums „Neue Arbeitswelten für Innovation und Effizienz“. Wir von walkerproject werden auf jeden Fall wieder als Partner dabei sein. In der Zwischenzeit entwickeln wir zusammen mit dem Institut der ETH Zürich, den Architekten von Fugazza, Steinmann Partner, den Branding- und Kommunikationsspezialisten von Hesskisssulzersutter und den Realisierungsprofis der Wetter AG die innovative Marktleistung „re:value“.
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06.03.2012
Haupterkenntnis des Lean Services Round Table von walkerproject ist: Lean Management Ansätze setzen sich in der Dienstleistungsindustrie durch. Spitäler, Versicherungen und Banken organisieren ihre Wertschöpfung nach dem Vorbild des Toyota Production System. Erfolgreiche Adaptionen machen Mut und wecken den Wunsch, es selber zu versuchen.
mehr lesenMiriam Loher und Christoph Jäggi diskutierten Resultate, Risiken und offene Fragen am walkerproject Lean Services Round Table zusammen mit dem Direktor des Lean Management Instituts (LMI) Deutschland Dr. Bodo Wiegand und dem Leiter LMI Schweiz Heiko von Damnitz sowie Praktikern aus Banken, Versicherungen und dem Gesundheitswesen.
Der Transfer einer japanischen Philosophie aus der Prozessindustrie in westeuropäische Dienstleistungsunternehmen ist alles andere als trivial. Vorreiter in der Schweiz sind Firmen, welche in ihrem Geschäft führend sind und es auch bleiben wollen. Dazu kommen Unternehmen, welche mit dem Rücken zur Wand stehen und Lean Services als Rettungsanker sehen.
Im Impulsvortrag von Dr. Bodo Wiegand wird klar, das grösste Potential liegt in der Modularisierung der Angebote und in der Standardisierung der Leistungserstellung. Firmen reduzieren ihren Output radikal auf die Dinge, welche in den Augen der Kunden einen echten Mehrwert bieten. Christoph Jäggi lieferte drei konkrete Cases zu diesen Thesen. Verschwendung zu reduzieren und das eigene Unternehmen konsequent auf den Kunden auszurichten macht Spass, verbessert die wirtschaftliche Situation nachhaltig und steigert die Motivation und den Stolz der Mitarbeitenden auf das eigene Unternehmen.
Die Diskussion der Vorträge mit den Praktikern macht klar, dass drei Punkte für den Erfolg einer "Lean Services Initiative" entscheidend sind: Das rasche Erzielen von ersten Erfolgen, eine virale Verbreitung der Idee im Unternehmen und eine breite methodische Befähigung der Belegschaft.
Das Interesse an einer Folgeveranstalung des Lean Services Round Table ist gross. Möchten Sie das nächste Mal auch dabei sein? Schreiben Sie ein Mail an: christoph.jaeggi@walkerproject.com
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10.02.2012
Kein Schweizer Business Buch hat in den vergangenen 18 Monaten einen vergleichbaren Impact gehabt wie Business Model Generation von Alex Osterwalder. Nun liegt das Nachfolgewerk vor: Business Model You. Patrick Betz ist Co-Creator.
mehr lesenWir leben im Zeitalter disruptiver Geschäftsmodelle. Business Model Generation präsentierte effiziente Tools, mit deren Hilfe Geschäftsmodelle entwickelt, erneuert und in die Tat umgesetzt werden können.
Das Nachfolgewerk Business Model You stellt die Methodik nochmals vor und zeigt auf, wie das Methodenset auf Sie als Person adaptiert werden kann.
Wir alle sind beschäftigt. Wir tun etwas. Aber die meisten von uns haben dabei keinen strukturierte Methode, sich neu zu erfinden - trotz sich ständig verändernder Arbeitswelten, die ganz neue Herausforderungen an das berufliche und das private Leben stellen.
Das Buch stellt den systematischen Weg vor, das wichtigste Businessmodell von allen zu optimieren: Business Model You.
Patrick Betz hat an der Erstellung des Buches mitgewirkt und stellt die Methodik im Allgemeinen und deren Adaption auf einen selbst in mehreren Workshops vor. Sie sind herzlich eingeladen.
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09.12.2011
Es klingt wie ein Märchen. Noch um die Jahrtausendwende stand das Virginia Mason Medical Center in Seattle, USA kurz vor dem Ruin. Am 1. Dezember 2010 wurde das Haus zum „Top Hospital of the Decade“ ernannt. Im Fall von Virginia Mason wurde dieser Turnaround durch die konsequente Implementierung von „Lean Production“ erreicht.
mehr lesenAuf einer Studienreise besuchten wir diesen Herbst das Virginia Mason Medical Center (VMMC). Was dieses Spital so besonders macht, ist dessen konsequente Implementierung der „Lean Production". Mit der Einsetzung von Gary Kaplan als CEO im Jahr 2000 begann für das VMMC der „Lean Journey" - die Reise zum schlanken, sich ständig verbessernden Spital nach dem Vorbild des Toyota-Modells.
Das VMMC stellt seit dem Jahr 2001 die Patienten vollständig ins Zentrum. Wert-schöpfung wird allein dadurch definiert, was aus Sicht des Patienten als Wert schöpfend wahrgenommen wird. Vom Thema Patientensicherheit ist das VMMC geradezu besessen. Darüber hinaus strebt das VMMC die höchste Mitarbeiter-zufriedenheit an. Nicht zuletzt will das Unternehmen auch wirtschaftlich erfolgreich sein.
Am eindrücklichsten war beim Rundgang aber die Ruhe, die im Spital herrschte. Ein Anzeichen dafür, dass die Prozesse gut funktionieren. Wartezonen gibt es nur für Angehörige. Dort sind ausserdem Bildschirme installiert, auf denen anonymisiert ersichtlich ist, wie weit die Operation des begleiteten Patienten fortgeschritten ist. Medizinische Praxisassistenten arbeiten im Duo mit den Ärzten zusammen. So ist es möglich, dass Arztberichte gleich nach der Konsultation abgeschlossen werden können (just-in-time). Treiber hinter dieser ständigen Verbesserung ist das „Kaizen Promotion Office". Sie bilden Personal aus, und begleiten Workshops. Optimierungen werden nach dem „just-do-it"-Ansatz umgesetzt. Möglich, dass auch einmal eine zu 80% ausgereifte Lösung implementiert wird. In einem System, das sich ohnehin ständig weiterentwickelt, ist das kein Problem.
Das VMMC arbeitet mittlerweile seit 10 Jahren mit dem „Virginia Mason Production System". Selber behaupten sie von sich, das perfekte „Lean Hospital" seien sie noch lange nicht. Wir waren allerdings beeindruckt, was bereits erreicht wurde. Wahrscheinlich ist es im Fall von Virginia Mason eher so, dass ihnen das ständige Verbessern begonnen hat Spass zu machen und sie deshalb gar nicht mehr aufhören wollen. (Video)
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04.08.2011
Die Moderation von Gruppenprozessen gehört zu unserem täglich Brot. Selten werden die zentralen Inhalte auf unseren Projekten nicht in einer Gruppe im Rahmen von Workshops entwickelt. Und obwohl der Zielzustand im Voraus oftmals nicht eindeutig feststeht, brauchen solche Workshops eine gewisse Dramaturgie, ein Spielfeld, Spielregeln und verschiedene Mitspieler.
mehr lesenSpielen bei der Arbeit? Dave Gray, Sunni Brown und James Macanufo ziehen in Gamestorming die Analogie zwischen Games und Teamarbeit und zeigen sehr schön auf, wie Gruppenprozesse auf spielerische Art und Weise gestaltet, moderiert und visuell aufbereitet werden können. Speziell für Innovationsthemen mit nicht eindeutigen Zielsetzungen sind Techniken hilfreich, die durch ein gesundes Mass an Freiräumen und Einschränkung die Kreativität der Teilnehmenden fordert und fördert.
Ein gutes Meeting oder ein gelungener Workshop startet mit einer Eröffnungsphase, in welcher die Teilnehmenden sich öffnen und ganz unterschiedliche Ideen in grosser Anzahl entwickeln. In der Erkundungsphase werden diese Ideen weiter beleuchtet, Verbindungen gezogen und Teilstücke verheiratet. in der Abschlussphase geht es darum, Ideen zu bewerten, zu priorisieren und Entscheidungen zu treffen. Dieses Grund Design macht sowohl für Entwicklungsprojekte als Ganzes, als auch für einzelne Sessions Sinn.
Die grossartige Leistung von Gray, Brown und Macanufo besteht nicht primär im Zusammentragen dieser Grundlagen, sondern im übersichtlichen Methodenset, welches den zweiten und gewichtigen Teil des Buches bildet. Für die einzelnen Phasen wird aus unterschiedlichsten Quellen eine Vielzahl von Moderationsmethoden zusammengetragen. Unverkennbar sind die Wurzeln der Autoren im Silicon Valley und den methodischen Ansätzen des Design Thinkings im Buch zu finden.
Gamestorming - Eine Sommerlektüre für Führungskräfte, Projektleiter und Moderatoren - unter dem Strich, Prädikat absolut lesenswert!